Damit dein Herz sich freut

„Gott bringt den Wein hervor, um die Herzen der Menschen zu erfreuen.“ –
Psalm 104, 15 (Übertragung der Autorin) (S. 21)

Ganz nach diesem Psalm richtet sich das neue Buch der Theologin und Winzertochter Gisela H. Kreglinger, „Damit dein Herz sich freut – Wein und die Kunst, das Leben in Fülle zu genießen. Die Entdeckung eines göttlichen Geschenks“. Für die Autorin ist Wein ein geistliches und kulturelles Geschenk, dessen Welt sie ihren Leser näherbringen möchte, ganz ohne Scheu. Denn Wein ist nicht nur das Getränk der Elite, sondern ein Geschenk Gottes an alle, ein Geschenk, das es neu zu entdecken gilt. Wo immer neues Fachwissen und neue Bezeichnungen als Voraussetzung für Weinkenner zählen, möchte Frau Kreglinger zeigen, dass nichts weiter als Neugier und bewusstes Genießen nötig ist, um Wein und seine Wirkung zu erleben und schätzen zu können. Dass das Getränk ein Ausdruck von Spiritualität und göttlicher Großzügigkeit ist, zieht sich stetig durch dessen lange Geschichte. 

Und Wein ist eines der ältesten Getränke der Menschheit. Die ersten Spuren der Weinherstellung sind im Iran zu finden, wo eine 7000-7400 Jahre alte Kelteranlage entdeckt wurde. Ein beachtliches Alter. Auch auf dem Weingut wo die Autorin aufwuchs bauten schon die Römer Wein an, welche das Handwerk in weiten Teilen ihres Reiches verbreiteten. Zu biblischen Zeiten gehörte er bereits so zum Alltag wie Brot und wurde in verschiedensten Religionen verehrt. Sogar eigene Götter wurden dem Getränk gewidmet, in der griechischen Mythologie war es Dionysus, in der römischen Bacchus und in der etruskischen Fufluns. Seit jeher umgibt eine Mystik den Prozess der Gärung, eine göttliche Wandlung. Auch im Christentum ist der Wein ein wesentlicher Bestandteil, man denke nur an das Abendmahl oder die Eucharistie. (Bild Dionysus, Bild Abendmahl)

„Seit der Hochzeit von Kana, kann kein Wein mehr als unwichtig abgetan werden, mein Freund.“
Graham Greene (1904-1991), englischer Autor (S. 38)

Wenn man an die Bibel denkt, ist Wein sicher nicht das Erste, was einem dazu einfällt. Dabei ist Wein das am häufigsten erwähnte Nahrungsmittel der Bibel, ein Geschenk Gottes Liebe, von tiefer Bedeutung und von großer Wichtigkeit. In Rund 200 Bibelstellen, im Alten wie auch im Neuen Testament, geht es um Wein. Nicht umsonst dreht sich das erste Wunder, das Jesus vollbringt, ganz um diese Gabe und ihre Wirkung. Und was für eine Wirkung Wein haben kann! 

Er kann Staunen in uns auslösen, uns mit Jesu Liebe verbinden, uns die Herrlichkeit seiner Schöpfung offenbaren, uns inspirieren und das Miteinander zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Bei der Hochzeit zu Kana wird eine (Über-)Fülle von bestem Wein geboten, was lange Zeit von Bibellesern kritisiert wurde, soll Jesus doch Nöte lindern und nicht zum Betrinken einladen. Doch geht es nicht um den Exzess oder Verschwendung, sondern um das gemeinsame Feiern und Leben, um die Großzügigkeit und Schönheit des Geschenks. Dionysus verkörperte neben Wein die Freude, die Befreiung von Sorgen und das Einreißen von Mauern. In ähnlicher Weise brachte auch Jesus Wunder Freude und schuf eine neue Verbindung zwischen Menschen untereinander und zu Gott. „Er möchte uns einen kleinen Einblick geben, wie das Leben auf dieser Erde eigentlich gedacht war und uns in die Liebesbeziehung zwischen Gott und seinen Menschen hineinziehen. Er möchte uns zeigen, dass es in diesem Leben nicht nur ums Überleben geht, sondern auch darum, aufzublühen in einer unvergleichlichen Liebesbeziehung.“, macht Frau Kreglinger in ihrem Buch deutlich. Denn Gott hat uns die Sinne geschenkt, und wir sollten sie schätzen und uns über sie freuen, denn sie lassen uns seine Gegenwart durch seine Schöpfung spüren.

Neben dem Erwecken von Lebensfreude und dem Offenbaren der Herrlichkeit der Schöpfung wird Wein so noch mehr Bedeutung beigemessen: als eine direkte Verbindung von Jesus zu uns Menschen. 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter:

  • Neuerscheinungen
  • Buchtipps
  • aktuelle Aktionen
  • Hintergrundinfos
  • Gewinnspiele